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Die Stadt Dessau kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken - 1213 erstmalig urkundlich erwähnt, entwickelte sie sich besonders im 16. Jahrhundert zum beachteten Handelsplatz und zur Residenzstadt des askanischen Fürstenhauses. Es entstand eine Vielzahl von Schlössern und Parkanlagen von hoher kunsthistorischer Bedeutung. Bekannt sind u.a. die Schlösser Mosigkau, Georgium und Luisium. Der berühmte Wörlitzer Landschaftspark gilt als Höhepunkt des „Dessau-Wörlitzer-Gartenreiches“.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlangte die Stadt einen großen industriellen Aufschwung. Dessau wurde ein Zentrum der Forschung, Technik aber auch der Kultur. Personen wie Wilhelm Müller, Samuel Heinrich Schwabe (Naturforscher und Astronom), Professor Hugo Junkers, Kurt Weill u.a. sind eng mit dieser Entwicklung verbunden.

1925 wurde Dessau Sitz des Bauhauses. Unter Leitung von Walter Gropius entstand hier das weltberühmte Bauhausgebäude, das bis heute den Beginn der modernen Design- und Architekturlehre des 20. Jahrhunderts darstellt. Das Bauhaus Dessau wurde Wirkungsstätte bedeutender Architekten wie Ludwig Mies van der Rohe, Hannes Meyer, Marcel Breuer sowie bildender Künstler wie Wassily Kandinsky, Paul Klee, Lyonel Feininger und Oskar Schlemmer. 1933 kam es zur Schließung dieser weltberühmten Institution durch die nationalsozialistischen Machthaber.

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